Der Beruf eines Bestatters ist sicher nicht jedermanns Traumberuf. Er verrichtet aber eine wertvolle Dienstleistung, die besonders den zurückbleibenden Angehörigen dient. «Für den  Beruf Bestatter braucht es schon eine gewisse Berufung», bestätigt Leiter des Bestattungs- und Friedhofamtes der Stadt Zürich. «Nicht jedermann ist dafür geeignet.»
Ein Bestatter braucht auch eine Vielzahl von Fähigkeiten, die ihn auszeichnen. Neben einer gereiften Persönlichkeit, braucht es etwa Diskretion, Taktgefühl, gute Kommunikationsfähigkeiten und tadellose Umgangsformen. Auch eine gute körperliche Konstitution erleichtert die Arbeit als Bestatter, gilt es doch die Verstorbenen zu waschen, einzukleiden und zu transportieren.

Bestatter mit Fachausweis

In der Schweiz gibt es den Beruf «»Bestatter BP», mit entsprechender Berufsprüfung und Fachausweis. Er setzt vorgängig eine abgeschlossene Berufsausbildung und einige Jahre Berufspraxis voraus. Die meisten Bestatter üben ihren Beruf in den privaten, regional ansässigen Bestattungsunternehmen aus. Ein städtischer Dienstleistungsbetrieb wie in der Stadt Zürich ist eigentlich die Ausnahme und erklärt sich mit der Anzahl Einwohner der Stadt. Die Ausbildung erfolgt über Kurse des Schweizerischen Verbandes der Bestattungsdienste. Sie dauert zwei Jahre und ist berufsbegleitend. Im Verband organisierte Bestattungsunternehmen arbeiten nach einem Ehrenkodex, der die pietätvolle  Begleitung der Trauernden unter Beachtung der rechtlichen und religiösen Vorschriften verspricht. Der Beruf Bestatter ist keinesfalls ein reiner Männerberuf, es gibt auch Bestatterinnen oder ganze Familienbetriebe in welchen die Mitarbeiter generationsübergreifend im Bestattungswesen tätig sind.