Sich mit der eigenen Endlichkeit zu befassen...

...fällt kaum jemandem leicht. Die Worte Vorsorgeplan, Patientenverfügung und Testament erinnern uns an das Unausweichliche und machen uns die eigene Sterblichkeit bewusst.

Und doch müssen wir uns früher oder später den Fragen stellen, wie wir unseren Lebensabend verbringen möchten, welche medizinische Versorgung wir in lebensbedrohlichen Situationen wünschen und wer nach unserem Tod über unser Vermögen verfügen soll.

Vielleicht ist es nicht allgemein bekannt, doch wer keine gesetzlichen Erben hinterlässt und kein Testament aufsetzt, überlässt sein gesamtes Vermögen automatisch dem Staat. Auch das kommt der Allgemeinheit zugute, vielleicht wird damit ja ein neues Hallenbad in der Gemeinde gebaut oder das städtische Konzerthaus wird saniert.

Wozu das Geld aber tatsächlich verwendet wird, darauf hätte man ohne Testament keinen Einfluss. Nur wer ein Testament macht, kann über das Lebensende hinaus im Sinne der eigenen Wünsche, Werte und Überzeugungen weiter wirken und für die Gesellschaft etwas Gutes tun.

Wer will die Welt nicht verändern?

  • Wo stünden wir heute, wenn sich nicht immer wieder Menschen selbstlos für Menschen einsetzen, Armut, Hunger und Krankheiten bekämpfen und die Folgen von Naturkatastrophen und Kriegen lindern würden?
  • Wie wäre es um unseren Planeten bestellt, wenn uns nicht Tier-, Natur- und Umweltschutzorganisationen vor Augen führten, welchen Raubbau wir an ihm üben?
  • Wer würde sich für die Rechte von Kindern, Minderheiten, Vertriebenen und Ausgegrenzten einsetzen, wenn es keine Menschenrechtsorganisationen gäbe?
  • Wer würde sich für Menschen mit Beeinträchtigungen engagieren und ihnen das Leben erleichtern?

Die Arbeit all dieser gemeinnützigen Organisationen kann nur dank der Unterstützungen von Menschen geleistet werden, die mit ihren Spenden die Welt verändern und besser machen wollen. In der Schweiz sind das vier von fünf erwachsenen Personen.

Gemeinsam sensibilisieren und mobilisieren

Testamentsspenden spielen schon heute eine wichtige Rolle in der Finanzierung der Projekte gemeinnütziger Organisationen in der Schweiz. Allerdings ist es immer noch so, dass es vielen Menschen gar nicht bewusst ist, dass man in seinem Testament auch für einen oder sogar für mehrere gute Zwecke spenden kann.

Der Verein My Happy End ist ein Zusammenschluss von engagierten Schweizer Non-Profit-Organisationen. Gemeinsam wollen diese Non-Profit-Organisationen Schweizerinnen und Schweizer für die Möglichkeit sensibilisieren, einen Teil ihres Nachlassvermögens an gemeinnützige Organisationen zu spenden.

Die Website www.myhappyend.org beantwortet Fragen rund ums Thema Sterben und Vererben und bietet Orientierungshilfen an. Mit einem Testamentscheck besteht dort eine einfache Möglichkeit, zu überprüfen, über welchen Teil des Testaments frei verfügt werden kann.