Die Berufsmaturität (BM) steht für die Berufs- und Studierfähigkeit der Absolventinnen und Absolventen. In der Schweiz wird die BM von rund 200 Schulen angeboten. Das Berufsmaturitätszeugnis ermöglicht den Zugang zu einem Studium an Fachhochschulen – je nach Studienrichtung prüfungsfrei oder mit einem Aufnahmeverfahren. Eine erfolgreich absolvierte Ergänzungsprüfung, genannt Passerelle, erlaubt sogar ein Studium an der Universität oder ETH.

Karrieresprungbrett

Ein heutiger Doktorand erinnert sich an seinen Entscheid, eine Berufslehre mit Berufsmaturität zu absolvieren: «Ich wollte einen Berufsabschluss und die Möglichkeit haben, später studieren zu können.» Für einen Informatiklernenden im vierten Lehrjahr gaben die Karrieremöglichkeiten den Ausschlag, den Weg der Berufsmaturität einzuschlagen: «Dieser Bildungsweg bietet mir die Chance auf höhere Positionen in der Arbeitswelt.» Die Berufsmaturität ist ein wichtiges Etappenziel auf dem Weg zur beruflichen Karriere. Die Kombination von praktischer und theoretischer Ausbildung ist auf dem Arbeitsmarkt gefragt. Gleichzeitig ist die BM ein solides Fundament für verschiedene Weiterbildungen.

Parallel zur Grundbildung

Die BM 1 kann parallel zur beruflichen Grundbildung (drei- oder vierjährige Berufslehre) und zusätzlich zum Unterricht an einer Berufsfachschule, an einer Handelsmittelschule oder in einer Lehrwerkstätte absolviert werden. Es ist möglich, die Anmeldung für die BM 1 bereits vor Erhalt des unterschriebenen Lehrvertrages einzureichen. Die BM 2 kann hingegen in Vollzeitbildungsgängen oder berufsbegleitend besucht werden. Für die Zulassung ist eine abgeschlossene Berufslehre mit eidgenössischem Fähigkeitszeugnis (EFZ) erforderlich.