Wenn es um die Sicherheit für Kinder im Strassenverkehr geht, ist grösste Sorgfalt geboten. Seit 2010 gelten besondere Vorschriften, wie Kinder bis zum zwölften Lebensjahr oder einer Körpergrösse von 150 Zentimetern im Auto mitfahren dürfen.

Für die Kindersicherung im Auto gibt es daher, sowohl in der Schweiz als auch im benachbarten Ausland, klare Vorschriften.

Für jedes Alter den passenden Kindersitz

Besonderes Augenmerk gilt für Eltern beim Autokauf. Ob Neuwagen oder Occasion; ein Blick auf die Fixiermöglichkeiten für Kindersitze lohnt sich allemal. Im Zweifel sollte die Verwendung der vorhandenen Kindersitze am neuen Auto gleich ausprobiert werden.

Isofix gilt als das standardisierte Halterungssystem für Kindersitze in Autos. Fahrzeuge mit entsprechenden Halterungen verfügen über fest an der Karosserie verankerte Halteösen, an denen Kindersitze schnell und sicher befestigt werden können.

Wer ein passendes Fahrzeug für den Transport von kleinen Kindern sucht, sollte daher ein Fahrzeug mit Isofix-Halterungen wählen. Fehlen diese genormten Halterungen, werden Kindersitze meist an den Sicherheitsgurten befestigt.

Diese Befestigung ist aber unpraktisch und birgt ein erhöhtes Risiko. Durch falsch befestigte Kindersitze kann sich der Sitz im Falle eines Aufpralls lösen und verliert so seine Schutzfunktion.

Auch im Sitzen kann sich ein Kind durch falsch geführte Sicherheitsgurte verletzen. Isofix-Halterungen gelten als Standard im Fahrzeugbau. Sie bestehen aus stabilen Metallbügeln von sechs Millimetern Stärke in einem Abstand von 28 Zentimetern.

Ein entsprechender Kindersitz kann in diesen Halterungen schnell und stabil über eine Klickfunktion verankert werden. Verkehrsclubs und Konsumentenorganisationen befassen sich immer wieder mit Kindersitzen und testen regelmässig die neuesten Modelle.

Das braucht es auch, denn die sich ständig ändernden Zulassungsnormen und die zahlreichen Systeme und Modelle machen den Kaufentscheid nicht wirklich einfach.

Im Dschungel der Normen und Zulassungsvorschriften

Nach aktueller Gesetzgebung sind Kindersitze ab der Geburt bis zur Körpergrösse von 105 Zentimetern (null bis vier Jahre) zugelassen. Die neuen Normen wurden gar auf eine Körpergrösse von 150 cm ausgeweitet.

Kindersitze gibt es für Kinder bis zum Alter von zwölf Jahren. Rückwärtsfahren ist für die ganz Kleinen am sichersten und auch in herkömmlichen Babyschalen bis 15 Monate möglich.

Inzwischen bieten aber viele Hersteller Kindersitze an, in denen das Kind bis vierjährig rückwärts gerichtet transportiert werden kann. Die neuste Testnorm i-Size (ECE-R129) sieht einen verbesserten Schutz vor allem bei Unfällen mit Seitenaufprall vor.

Zudem soll die neue Norm die Wahl des richtigen Sitzes vereinfachen, da nicht mehr die Körpergrösse, sondern ausschliesslich das Gewicht des Kindes berücksichtigt werden muss.

Und wie ist das eigentlich bei Auslandreisen mit dem Auto?

An vielen Reisezielen im Ausland gibt es auch vom Gesetz her keine detaillierten Vorschriften, mit welcher Vorrichtung ein Kind gesichert werden muss: Es wird nur eine «angemessene Rückhaltevorrichtung» verlangt – dies muss dann auch je nach Land anders interpretiert werden.

Vereinzelt müssen diese Vorrichtungen einem bestimmten ECE-Prüfzeichen entsprechen. Bei Auslandreisen im Mietwagen ist eine Vorabklärung daher sicher zu empfehlen.

Welche Sicherheitsvorrichtung oder Kindersicherungen für welches Kind geeignet ist, finden sich übrigens auch auf den zahlreichen Ratgeberseiten für Kindersitze.