Maria Montessori  

Energie – eine Kraft, die etwas bewirken kann. Genau das ist die Bedeutung dieses griechischen Wortes. Ohne Energie würde kein Baum wachsen, kein Auto fahren, kein Mensch gehen. Wenn wir Velo fahren, schwimmen oder denken, brauchen wir Energie. Selbst wenn wir schlafen, braucht unser Körper Energie. Energie ist also immer irgendwo und auf irgendeine Art da.

Wo ist Energie?

Energie sieht man nicht. Man kann sie auch nicht anfassen. Wir merken erst, dass es sie gibt, wenn sie etwas bewirkt. Beispielsweise wenn wir das Kabel einer Lampe in eine Steckdose stecken und es plötzlich hell wird.

Aber auch wenn eine Gabel zu Boden fällt, wenn der Wind durch die Haare weht, die Sonne auf der Haut brennt oder einen ein Ball am Kopf trifft. Das alles ist Energie.

Woraus wird Energie erzeugt?

Alles hat Energie. Doch nur aus wenigen Dingen kann der Mensch Energie gewinnen. So zum Beispiel aus Kohle, Erdöl, Erdgas oder Sonnenlicht, Wind und fliessendem Wasser.

Die meiste Energie wird aus Erdöl gewonnen, aber auch indem man Kohle und Gas verbrennt und so Strom und Wärme erzeugt. Diese Stoffe sind über viele Millionen Jahre entstanden und heissen deshalb auch «fossile Brennstoffe».

Ist Energie unendlich?

Leider nein. Fossile Energiequellen sind nicht unendlich. Eines Tages werden wir Menschen alle Vorräte aufgebraucht haben. Dann gibt es kein Erdöl und keine Kohle mehr.

Sie haben zudem noch einen anderen Nachteil: Verbrennt man fossile Brennstoffe, wird ein Stoff freigesetzt – das CO2. Das ist schlecht für die Erde, weil es die Atmosphäre belastet und das Klima wärmer werden lässt.

Was sind erneuerbare Energien?

Es gibt zum Glück noch andere Energiequellen, die nicht irgendwann aufgebraucht sind.

Man nennt diese erneuerbare Energien. Dazu zählt beispielsweise Energie, die aus Wind, Sonne, Wasserkraft und Erdwärme erzeugt wird.

Tipp

Wie können wir Energie sparen?

Damit uns die Energiequellen nicht plötzlich ausgehen, muss jeder Einzelne Sorge zu unserer Erde tragen. Das können wir tun, indem wir im Alltag versuchen, Energie zu sparen und auf unsere Umwelt zu achten.

  • Elektrogeräte ausschalten: Fernseher, DVD-Player oder Playstation fressen alle ganz viel Energie, und zwar auch dann, wenn sie im Stand-by-Modus sind. Am einfachsten ist es, eine Steckdosenleiste zu nutzen, die sich mit einem Klick vollständig ausschalten lässt.
  • Fenster zu, Heizung an: Gleichzeitig das Zimmer zu lüften und zu heizen, ist eine wahre Energieverschwendung. Hier am besten einmal kurz die Fenster richtig aufreissen, um das Zimmer zu lüften, dabei aber nicht zu viel Wärme entfliehen zu lassen.
  • Batterien nicht in den normalen Müll werfen: Ganz viele Menschen werfen Batterien einfach in den Abfall. Und das obwohl 95 Prozent davon wiederverwendet werden könnten. Das ist eine Verschwendung. Deshalb unbedingt alte Batterien sammeln und im Sonderabfall entsorgen oder zu einer Sammelstelle bringen.
  • Wasser sparen: Schon früh sollten Kinder lernen, dass ein Wasserhahn beispielsweise während des Zähneputzens nicht weiterlaufen muss.
  • Müll trennen: Alles, was wir in den Abfallsack werfen, wird von Müllmännern abgeholt, zur Müllfabrik gebracht und anschliessend verbrannt. Das ist für die Umwelt gar nicht gut. Einerseits entstehen dadurch giftige Gase, welche die Umwelt belasten, andererseits könnten ganz viele dieser Sachen wiederverwendet werden. Aus diesem Grund ist es wichtig, schon früh zu lernen, den Müll in Plastik, Papier, Kompost und Restmüll aufzuteilen.