Der Eintritt in die Schulzeit

Der Einstieg in die obligatorische Schulzeit, die mit dem Kindergarten beginnt, ist für jedes Kind und auch für die Eltern ein Meilenstein. Dabei sollen die Kinder ihre Kindergartenzeit in wertschätzender und familiärer Atmosphäre verbringen können.

Kinder, die den Kindergarten besuchen, haben in der Regel eine grosse Motivation und viel Freude am Lernen. In geführten und freien Aktivitäten beachten die Lehrpersonen die grosse Interessenvielfalt der Kinder und fördern sie in verschiedenen Bildungsbereichen.

Das Lernen mit allen Sinnen und das lernende Handeln haben einen hohen Stellenwert. Kinder zwischen vier und sechs Jahren bringen erfahrungsgemäss unterschiedliche Voraussetzungen mit.

Diesen Verschiedenheiten in der individuellen Reife und dem Wissensstand der Kinder gilt es gerecht zu werden.

Der Eintritt in die Kindergartenstufe bedeutet für die Kinder den Übergang von der Familie und vielleicht der Spielgruppe oder der Kinderkrippe zur Institution Schule.

Lehrpersonen der Kindergartenstufe, das heisst Kindergärtnerinnen und Kindergärtner, gestalten diesen Übergang im Kontakt mit den Eltern der Schülerinnen und Schüler.

Kindergärtnerinnen prägen die ersten Schulerfahrungen der Kinder. Dort werden sie mit spielerischem Handeln und handelndem Lernen begleitet und gefördert.

Vier- bis sechsjährige Kinder verfügen in der Regel über einen besonderen Lernzugang: das spielerische Ausprobieren und Experimentieren. Lehrpersonen der Kindergartenstufe nutzen diesen Zugang zur Gestaltung von vielfältigen Lernmöglichkeiten.

Damit unterstützen sie die Kinder beim Erwerb von Wissen und Können, das diese befähigen soll, unsere Welt zu verstehen und zu gestalten. Gleichzeitig werden den Buben und Mädchen soziale Kompetenzen vermittelt.

Musische und gestalterische Aspekte

Musik und Bewegung sind in Kindergärten allgegenwärtig. Lehrpersonen der Kindergartenstufe nutzen Lieder, Verse, Kreisspiele und einfache Choreografien zur Gestaltung des Kindergarten-Alltags.

Ihr eigenes Singen und Musizieren mit Instrumenten sind wichtige Mittel dazu. Auch Theaterspielen und ständige Rollenwechsel gehören zum Alltag der Kindergartenkinder und sind zentrale Zugänge zum Lernen.

Lehrpersonen der Kindergartenstufe steigen immer wieder ins Spiel mit ein und initiieren mit neuen herausfordernden Spielformen nächste Entwicklungs- und Lernschritte der Kinder.

Ebenso wichtig sind bildnerisches Gestalten und Werken. Kindergartenkinder zeichnen, modellieren und bauen ständig. Lehrpersonen der Kindergartenstufe nutzen ihre eigenen gestalterischen Fähigkeiten zur Gestaltung von anregenden Lernsituationen und Lernumgebungen.

Dies alles in kindgerechter und spielerischer Art und Weise.

Individuelle Entwicklung der Kinder

Lehrpersonen der Kindergartenstufe nehmen Rücksicht auf die individuelle Entwicklung der Kinder. Gestützt auf ihren Einschätzungen der Entwicklung der Schülerinnen und Schüler, gestalten sie angepasste Lernsituationen, in denen die Kinder ihrem individuellen Entwicklungsstand entsprechend und ihrem Lernzugang gemäss gefördert werden.

Die Lehrpersonen stehen dabei oft in engem Kontakt mit den Eltern ihrer Schülerinnen und Schüler und besprechen deren Entwicklungen. Eine anspruchsvolle und herausfordernde Aufgabe.

Mit Kolleginnen und Kollegen planen sie Fördermöglichkeiten und reflektieren den Unterricht. Als Teammitglied sind sie in eine Schuleinheit eingebunden, in der sie mitarbeiten. Die Schulleitung unterstützt sie als direkte Vorgesetzte im Sinne der Personalführung und Qualitätssicherung auch mit organisatorischen und strukturellen Vorgaben und Leitlinien.

So berät die Schulleitung beispielsweise bei schwierigen Elterngesprächen oder ermöglicht bei Bedarf den Einsatz von Schulassistenzen.

Vielfältige Weiterbildungsmöglichkeiten

Lehrpersonen der Kindergartenstufe müssen sich regelmässig weiterbilden, um den Kindergartenkindern die bestmögliche Förderung nach aktuellen Forschungsergebnissen und Erfahrungswerten bieten zu können.

Dazu werden Weiterbildungsmöglichkeiten in Form von Kursen, Seminaren und Lehrgängen ganz unterschiedlicher Art angeboten, und das an nahezu allen pädagogischen Hochschulen der Schweiz.

Mögliche Themenwelten sind etwa Spielen und Musizieren, individuelles Lernen, naturwissenschaftliche Bildung im Kindesalter, Deutsch als Zweitsprache, integrative Begabtenförderung, Theaterpädagogik, ästhetische Bildung, Kulturmanagement und textiles Gestalten.

Fazit: Der Beruf als Kindergärtnerin oder Kindergärtner ist anspruchsvoll und spannend – und insbesondere auch bereichernd.